Fliegen an der Hochries

Die Hochries ist nicht nur für die Hausbergflieger ein reizvoller Berg, von ihm kann man sich auch sehr gut an das Stereckenfliegen herantasten. Ausgehend von den nach Norden und Nord-Westen ausgerichteten Startplätzen bietet die Hochries die Möglichkeit nach Osten bis zum Riesenberg und nach Westen über den Karkopf bis zum Feichteck zu fliegen. Zwischen diesen Wendepunkten liegen etwas mehr als 5 km und man bleibt dabei im Gleitwinkel zum Landeplatz, der sich an der Westseite von Grainbach, ca. 3 km von den Startplätzen entfernt befindet.

Natürlich ist es auch möglich darüber hinaus weiter zu fliegen.

Nach Osten gibt´s dann eine 5 km Talquerung zur Kampenwand, die man nicht antreten sollte, wenn man nicht mindestens 2000m, besser 2200m am Riesenberg hat. Weiter geht es über die Hochplatte (2km) zum Hochgern (weitere 6km Talquerung) und Hochfelln (3km). Bei Ostlagen ist diese Route allerdings nicht zu empfehlen – viel Lee.

Nach Westen kommt nach dem Feichteck und nach einer kleinen Querung der Heuberg, den man von der Ostseite anfliegt. Hier ist es schwierig Höhe zu machen, also ist es besser man macht zuerst Höhe am Feichteck um deutlich über dem Gipfel des Heubergs anzukommen. Wer in diese Richtung weiter fliegen will, hat eine traumhafte Querung über das Inntal vor sich und kommt am Riesenkopf an. Hier heißt es mit Soaren wieder Höhe machen, nur nicht die Geduld verlieren, der Inntal-Wind schiebt dich immer wieder mit eingelagerter Thermik an der Nordost- und Nordseite des Riesenbergs nach oben. Wenn du es nicht schaffst, sind am Fuß des Berges genügend Landewiesen. Hast du deutlich Höhe über dem Gipfel gemacht, stehen dir alle Richtungen offen, zum Sulzberg, Richtung Nord-Nordwest, Richtung Westen, zum Sudelfeld und Wendelstein, oder Richtung Süden, eventuell mit einer nochmaligen Inntal Querung bis zum Zahmen Kaiser mit einem wunderschönen Prallhang, der dich ansteigend in Richtung Osten wieder auf eine komfortable Höhe bringt, um weitere Aufgaben ins Visier zu nehmen.

 

Aber auch für kleine Strecken in die Berge hinein, bietet die Hochries einen tollen Ausgangspunkt. Das Zurückkommen ist allerdings nicht ganz einfach. Da die Thermik meist erst nach 12:00 Uhr auslöst, bleit nicht genügend Zeit für größere Strecken. Trotzdem fliegen immer wieder ambitionierte Streckenflieger über Kössen bis ins Pinzgau, um von dort mit dem Bummerlzug nach Salzburg zu fahren und dann über den Bahnhof Rosenheim wieder zurück zu kommen. Den Weg bis nach Kössen beschreibe ich ein bisschen ausführlicher hier.

 

Ergänzungen folgen.

Wer gerne ins Flachland fliegt, ist mit der Hochries auch gut beraten. Oft ist es ein bisschen schwierig das vorgelagerte Plateau des Samerbergs zu überwinden ohne zuviel Höhe zu verlieren, also fliegt man besser zuerst Richtung Osten zum Riesenberg, macht dort Höhe und begibt sich dann über die nördlich vorgelagerten Hügel, dem Schwarzenberg, oder noch östlicher, dem Sagberg und Frasdorf ins Flachland.

 

Die Königsdisziplin ist eine Chiemsee Umrundung mit abschließender Landung am Landeplatz in Grainbach. Die besten Bedingungen dafür bieten Tage nach dem Durchzug einer Kaltfront, meist ein typischer bayerischer weiß-blauer Himmel mit vielen Cumulus Wolken als Thermikanzeiger.

Ergänzungen folgen.